Die Möbelbranche ist eine interessante und zudem jene, die wir am intensivsten im Auge haben. In diesem Beitrag versuchen wir deshalb, unser Wissen zu bündeln und Ihnen einen knappen Überblick über die Möbelbranche zu geben. Und über deren Entwicklung.

Interessant erscheinen uns in diesem Zusammenhang folgende Themen:

  • Die Entwicklung der Möbelbranche hinkt zeitlich jener der allgemeinen Wirtschaft hinterher.
  • Der Markt wird dominiert von Deutschland und Italien. Alle anderen Märkte liegen weit zurück.
  • Die Entwicklung der Branche ist durch gesellschaftliche Trends vorgegeben.

Die Möbelbranche als Spätzünder

Die renommierten Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers (pwc) haben in einer groß angelegten Studie nachgewiesen, dass sich die Möbelbranche leicht zeitversetzt zum Rest der Wirtschaft entwickelt.

Eine boomende Konjunktur wirkt sich also erst mit Verspätung auf die Möbelunternehmen aus. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Eine anziehende Konjunktur sorgt dafür, dass Unternehmen und Haushalte Kapital anhäufen, das sie investieren können und wollen. Schließlich kostet ein Neu- oder Umbau einiges Geld.

Deutschland und Italien als Platzhirsche

Interessant ist auch ein Blick auf die europäischen Umsatzzahlen. Sie zeigen, dass deutsche und italienische Möbelhersteller den europäischen Markt dominieren – mit deutlichem Vorsprung.

So liest man aus den letzten verfügbaren Daten zum Jahr 2017, dass die deutschen Möbelhersteller die Rangliste mit einem Umsatz von 23,7 Milliarden Euro anführen. Dicht dahinter folgen die italienischen Produzenten, die auf eine Umsatzsumme von 22,2 Milliarden Euro kommen. Polen als drittgrößter Hersteller setzt nicht einmal die Hälfte der beiden führenden Märkte um.

Möbelbranche als Spiegel der Gesellschaft

Wie eng verknüpft die Einrichtung und Gestaltung von Büros mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen ist, haben wir in unseren Blogbeiträgen schon des Öfteren aufgezeigt. Auch der Blick auf die Möbelbranche insgesamt bestätigt diese Verknüpfung. So zeigen die Experten von pwc in ihrer Studie die wichtigsten Herausforderungen für die Branche auf. An erster Stelle steht dabei die Digitalisierung, die sich in unserem Bereich vor allem auf das Smart Office konzentriert.

Auch neue Prioritäten in der Lebensführung spielen stark in die Einrichtungsbranche hinein – und damit auch in unseren Bereich des Arbeitsplatz-Managements. An erster Stelle sind hier die Work-Life-Balance und der Trend hin zu einem Verschwimmen der Trennlinien zwischen Home und Office zu nennen.

Demografische Entwicklungen greift die Studie mit den Schlagworten Female Focus, Silver Society und Young Generation auf. Das heißt auf unsere Branche gemünzt: Büros müssen im Vergleich zu früheren Jahren stärker auf die Bedürfnisse von Frauen und auf das Miteinander verschiedener Generationen ausgelegt werden.

Und dass Möbel allgemein und jene im Büro im Besonderen auch immer grüner werden, ja werden müssen, haben wir auch schon ausführlich erklärt, sehen wir durch den Blick auf die Herausforderungen der Möbelbranche aber bestätigt.