Nichts in unserem Körper wird bei der Arbeit am Computer derartig gefordert wie unsere Augen. Deshalb ist es wichtig, ihnen ab und zu eine Auszeit zu gönnen und auch sonst alles so zu organisieren, dass der Stress für unser Sehorgan möglichst minimal gehalten wird. Wie Sie das anstellen können, erklären wir in diesem Beitrag.

Im Mittelpunkt steht der Bildschirm

Wer den ganzen Tag lang vor allem auf den Bildschirm starrt, weiß, wie zentral seine Rolle für die Gesundheit unserer Arbeit ist. Zu beachten gilt dabei:

  • Rücken Sie nicht zu nahe an den Bildschirm heran! Als optimal gilt bei einer traditionellen Bildschirmgröße ein Abstand von 50 bis zu 80 Zentimetern zwischen Monitor und Augen.
  • Achten Sie auf die Schriftgröße! Wer den Minimalabstand von 50 Zentimetern einhält, sollte sicherstellen, dass Großbuchstaben auf dem Bildschirm nicht kleiner werden als rund drei Millimeter. Sonst muss sich das Auge zu sehr anstrengen, die Schrift auf dem Schirm zu erkennen.
  • Auch die Schriftfarbe zählt. Weil das Auge sich mit größeren Kontrasten leichter tut, ist es für das Sehen am besten, eine schwarze Schrift auf weißem Grund zu wählen.
  • Vermeiden Sie zu starke Kontraste zwischen Bildschirm und Umgebung! Eine allzu helle Umgebung ist für das Auge ebenso anstrengend, wie eine sehr viel dunklere. Das sollte bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes beachtet werden.
  • Lassen Sie vom Augenarzt prüfen, ob Sie eine (stärkere) Sehhilfe brauchen! Dabei ist zu beachten, dass vor allem mit zunehmendem Alter die Lesebrille nicht immer auch die Bildschirmbrille sein muss, die Linsenstärken sich also durchaus unterscheiden können.

Die Sitzposition beeinflusst auch die Augen

Wie wichtig die richtige Schreibtischhöhe ist, haben wir bereits im letzten Blogbeitrag ausführlich erläutert. Vor allem die Wirbelsäule wird beim optimalen Sitzen entlastet, was Rückenschmerzen vorbeugt. Dieser Zusammenhang ist auf den ersten Blick einsichtig.

Weniger bekannt ist, dass die Sitzposition auch die Augen beeinflusst. Wer beim Blick auf den Monitor leicht nach unten schaut, bedeckt einen größeren Teil des Augapfels mit dem Oberlid. Das Auge trocknet also langsamer aus als bei einem Blick nach oben, wenn das Auge weit geöffnet werden muss.

Und noch ein paar praktische Tipps

Gegen das Austrocknen der Augen, aber auch dagegen, das Auge über den Tag hinweg zu sehr zu belasten, gibt’s ein paar einfache Tricks, die sich problemlos in den Arbeitsalltag einbauen lassen.

  • Wechseln Sie regelmäßig den Fokus! Wir wissen von anderen Muskeln, dass diese verkrampfen, wenn man sie allzu lang in einer Position verharren lässt. Das ist beim Muskel, der unsere Augen steuert, nicht anders. Deshalb sollte man immer wieder einmal den Fokus verändern, vom Bildschirm auf- und in die Ferne blicken. So kann sich der Muskel entspannen.
  • Sorgen Sie für ausreichend feuchte Luft im Büro. Je trockener die Umgebungsluft, desto schneller trocknet das Auge aus. Dieser einfache Zusammenhang macht deutlich, wie wichtig eine optimale Luftfeuchtigkeit im Büro ist. Wird für diese nicht automatisch gesorgt, sollte man ab und zu lüften, damit feuchtere Außenluft ins Büro strömt.
  • Blinzeln Sie regelmäßig! Wer immer auf denselben Punkt starrt, vergisst häufig zu blinzeln. Gerade bei anhaltender Bildschirmarbeit ist es deshalb wichtig, sich ans Blinzeln zu erinnern, damit das Auge nicht austrocknet.

Gehen Sie in Pausen auch einmal nach draußen! Das lüftet nicht nur ihren Kopf aus, sondern gönnt Ihrem Auge andere Stimuli, eine andere Temperatur und eine andere Luftfeuchtigkeit. Und wir wissen ja: Abwechslung tut auch dem Auge gut.