Rückenschmerzen, Augenflimmern, Mausarm, Magenprobleme, Burnout: Das Büro scheint ein gefährlicher Ort geworden zu sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gesundheitsrisiken im Büro minimieren und so ein Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter schaffen können, das Rücksicht auf deren Wohlbefinden nimmt.

Modernes Arbeiten vs. Evolution

Eigentlich ist unser Körper auf viel Bewegung ausgelegt, auf längere Ruhephasen und darauf, dass er nur in Notsituationen auf vollen Touren laufen muss. Was ihm über Jahrtausende durch die Evolution eingeprägt wurde, stellt die moderne Arbeitswelt auf den Kopf. Heute sitzen wir stundenlang, essen schnell und ungesund und stehen unter Dauerstress. Aber was können wir dagegen tun?

Immer in Bewegung bleiben

„Chairs are killers.“ Amerikanische Gesundheitsexperten wissen, wo der Hebel anzusetzen ist: bei der fehlenden Bewegung. Wer sitzend arbeitet, sollte mindestens zwei Stunden täglich stehen oder gehen. Deshalb sollte die Büroumgebung Bewegung fördern, etwa durch flexible Stühle oder Stehtische, die Besprechungen auch im Stehen erlauben. Und damit man das Aufstehen nicht vergisst, kann man sich von einer App auf dem Smartphone daran erinnern lassen.

Und wenn wir schon sitzen, dann zumindest richtig. Worauf es dabei ankommt und was einen perfekten Bürostuhl ausmacht, haben wir schon [anderswo](link interno Newsletter Bürostuhl) erklärt.

Gesunde Ernährung fördern

Auch bewusst zu essen trägt dazu bei, das Gesundheitsrisiko im Büro zu senken, und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Bewusst essen heißt nämlich nicht nur, sich ausgewogen zu ernähren, sondern auch, nicht am Schreibtisch zu essen. Eine Küche und ein ausgewiesener Essbereich im Büro sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeiter aufstehen, sich bewegen, für die Mittagspause den Stecker ziehen, sich erholen und zugleich eine kleine Mahlzeit zubereiten können. Nach der Pause geht’s dann ausgeruht weiter, die Konzentrationsfähigkeit ist wieder top und die Produktivität auch. Küchen und Essbereiche sind demnach kein Gimmick, sondern eine gute Investition.

Stress reduzieren

Schließlich gilt es, den Dauerstress zu vermindern, unter dem Mitarbeiter stehen. Das ist nicht nur eine Frage der Arbeitsorganisation, sondern auch der Büroeinrichtung. Was kurios klingt, ist einfach erklärt: optisch unruhige Büros stressen die, die darin arbeiten, weshalb es gilt, mit Mustern, Farben, Einrichtung und Ausstattung für Ruhe zu sorgen. Durchaus auch wörtlich: Akustisch wirksame Möbeloberflächen und Wände etwa schlucken Lärm, beseitigen Störungen und damit zusätzliche Stressfaktoren.

Ein durchdachtes Bürokonzept hat auf all dies Rücksicht zu nehmen, geht es doch darum, ein möglichst effizientes Arbeitsumfeld zu schaffen. Und was ist schon effizienter als gesunde, zufriedene Mitarbeiter?

Photo Credit: https://workdesign.com/2018/01/building-on-workplace-well-being/