Schreibtischarbeit ist nicht gesund, vor allem dann nicht, wenn man auf einem alten, ausgeleierten Bürostuhl sitzt. Ein perfekter Stuhl schützt dagegen unsere Gesundheit, fördert die Produktivität und ist daher eine gute Investition. Nur: Was macht einen perfekten Bürostuhl aus?

Weil schlechte Bürostühle für zahllose Arbeitsausfälle sorgen, haben Krankenversicherungen ihre Experten darauf angesetzt, die Voraussetzungen für einen optimalen Bürostuhl zu definieren. Grundsätzlich hat man sich dabei auf drei Eigenschaften geeinigt. Ein Bürostuhl muss

  1. die natürliche Haltung unterstützen, egal in welcher Sitzposition,
  2. individuell an den Benutzer angepasst werden können,
  3. die Bewegung fördern.

Ein Stuhl als Unterstützung

Ein perfekter Bürostuhl unterstützt denjenigen, der darauf sitzt, nimmt also Gewicht ab, das auf der Wirbelsäule lastet und sorgt damit nicht nur für mehr Rückengesundheit, sondern auch dafür, dass man weniger schnell müde wird. Wichtigstes Element dabei ist die Lordosenstütze, die den unteren Bereich der Wirbelsäule entlastet. Das geschieht meist durch eine der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule angepasste (und daher auch individuell einstellbare) Wölbung der Rückenlehne.

Mein Stuhl ist mein Stuhl

Ein Bürostuhl sollte sich an denjenigen, der ständig darauf sitzt, anpassen lassen. Das gilt zuallererst für die Sitzhöhe. Sie ist optimal, wenn die Füße auf dem Boden stehen und der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel 90 Grad oder mehr beträgt. Höhenverstellbar sollte auch die Rückenlehne sein, die bis zu den Schulterblättern reichen sollte. Und auch die Anpassung der Sitztiefe ist wichtig, damit die Oberschenkel genügend Auflage haben.

Bewegtes Sitzen

Weil Bewegung immer gut tut, selbst im Sitzen, sollte ein guter Bürostuhl diese fördern. So sorgt eine in alle Richtungen kippbare Sitzfläche dafür, dass der Nutzer aktiv für eine optimale Haltung sorgt, diese öfter ändert und damit nicht nur die Muskulatur beansprucht, sondern auch Verspannungen vorbeugt. Für Bewegung sorgt auch eine Wippmechanik, die ein Nach-Hinten-Lehnen ermöglicht. Das sieht zwar nach Faulheit aus, ist aber genau das Gegenteil: Der Sitzende streckt sich, seine Gelenke bewegen sich und der Körper wird besser durchblutet.

Ein perfekter Bürostuhl ist also ein kompliziertes Gebilde. Aber – wie gesagt – auch eine gute Investition.

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