Im traditionellen Marketing ging es stets um einen Marketingmix, den man auf Grundlage der vier Ps erstellte: product (Produkt), price (Preis), place (Vertrieb) und promotion (Kommunikation). Es waren die vier Hebel, auf die man einzuwirken hatte, um auf dem Markt bestehen und florieren zu können.

Heute hat sich der Fokus des Marketings allerdings verschoben, und zwar vom Produkt zur Marke. Über sie können Menschen für ein Unternehmen und dessen Produkte begeistert, können Kunden gebunden werden. Deshalb sind aus den vier nun sieben Ps geworden, weil die Komponenten process (Prozess), people (Personen) und physical evidence (Greifbares) dazu gekommen sind.

Die Kategorie des „Greifbaren“ ist jene, unter die auch das Bürodesign fällt. Schließlich trägt das Bürodesign entscheidend zur Markenidentität bei.

Denken Sie etwa an Google. Wir alle haben – manche genauere, manche weniger genaue – Vorstellungen vom Arbeitsumfeld bei Google, wir alle haben vom Googleplex als Hauptquartier gehört, wir alle haben Bilder von duchdachten, durchgeplanten, durchdesignten Arbeitsflächen gesehen, die allesamt Ausdruck der Unternehmenskultur sind.

Über seine Büros vermittelt Google die Werte, die beim Kunden ankommen sollen: Leichtigkeit, Flexibilität, Innovation.

All dies mag nebensächlich erscheinen, es ist es aber nicht, weil die Markenidentität sich aus den Details speist, aus ihnen erwächst. Und die Markenidentität entscheidet wiederum über Wohl und Wehe auf dem Markt.

Deshalb sollte man sich der Bedeutung des Bürodesigns als Instrument des Brandings bewusst sein, diese Erkenntnis sollte bereits in den Planungsprozess Ihrer Visitenkarte, Ihres Aushängeschilds einfließen. Hier erzählen Sie Ihren Kunden und Mitarbeitern, wofür Ihr Unternehmen steht.