Holz, Fliesen, Naturstein, Teppich: Welcher Bodenbelag ist optimal fürs Büro? Welcher Belag hat welche Vor- und welche Nachteile?

Ein Büroboden hat – wenn man’s auf die wichtigsten herunterbricht – drei Funktionen zu erfüllen: zum ersten muss er funktionell sein, zum zweiten möglichst lang seinen Dienst tun und zum dritten repräsentativ sein, also möglichst lang, möglichst gut aussehen.

Klopf auf Holz: Parkettböden

Wer im Büro auf Natur setzt, greift zu Echtholzböden, die widerstandsfähig und pflegeleicht sind. Kratzer und Dellen können entfernt werden, indem man die oberste Schicht abschleift, zudem sorgt das Holz für einen warmen Touch. Einen Nachteil haben Echtholzböden allerdings, und zwar einen happigen: Sie sind vergleichsweise teuer.

Diesem Nachteil kann man durch Laminat begegnen, einem Belag aus verschiedenen Schichten, dessen oberste auch aus Massivholz bestehen kann. Laminate sind wesentlich billiger als Echtholz, dazu ist die Auswahl an Optiken, Farben und Mustern groß. Nur gilt meist: Je günstiger, desto kurzlebiger.

Glatt gelaufen: Fliesen und Naturstein

Kaum ein Boden ist in so vielen Mustern und Farben zu haben, wie einer aus Fliesen, die zudem pflegeleicht und einfach zu reinigen sind. Auch die Lebensdauer ist eine lange, solange nichts Schweres darauf fällt. Fliesen haben allerdings zwei Nachteile: Sie wirken kalt und schlucken keine Geräusche, weshalb der Lärmpegel im Büro dauerhaft hoch ist. Gerade hier haben Natursteinböden durch ihre rauere Oberfläche Vorteile. Zudem wirken sie edel, müssen aber aufwändiger gepflegt werden. Und billig sind sie auch nicht gerade.

Samt und sonders: Teppichböden

Der Allrounder unter den Böden ist nach wie vor der Teppichboden, den es in jeder beliebigen Farbe und mit jedem beliebigen Muster gibt. Wir empfehlen allerdings, gedeckte Farben zu wählen, um nicht den Eindruck eines schon nach wenigen Tagen schmuddeligen Bodens zu erwecken. Neben seiner Vielseitigkeit hat der Teppichboden drei weitere große Vorteile: Er schluckt Lärm und beruhigt die Arbeitsumgebung, er wirkt warm und bindet Staub, der sonst über die Luft eingeatmet würde. Nur die Reinigung ist aufwändig.

Den Boden für das Büro gibt’s also nicht. Es gilt – wie so oft im Leben – den besten Kompromiss zu finden. Am besten mit einem Experten.

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