Den Begriff „Ergonomie“ kennen die allermeisten, ihr Ziel genauso: Arbeitsbedingungen so zu ordnen, dass ein optimaler Arbeitsablauf möglich ist und die Arbeitenden nicht müde werden und schon gar keine körperlichen Schäden davon tragen. So weit, so gut. Nur: Was ist visuelle Ergonomie?

Visuelle Ergonomie wendet das Konzept der Ergonomie auf unseren Sehsinn an. Es geht also darum, unseren Arbeitsplatz so zu organisieren, dass er unsere Augen weder ermüdet noch schädigt. Dieses Konzept hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen – zu Recht: Schließlich verbringen wir immer mehr unserer Arbeits- und Lebenszeit, indem wir in die Bildschirme unterschiedlicher Devices starren.

Es werde Licht – aber wie stark?

Nach dieser Erklärung werden die allermeisten das Konzept der visuellen Ergonomie wohl in erster Linie mit Licht und Beleuchtung in Zusammenhang bringen. Das ist so falsch nicht, schließlich ist die Qualität der Beleuchtung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Augen fehlerfrei funktionieren und nicht ermüden. Tageslicht ist dabei am angenehmsten, wenn das fehlen sollte, muss die Beleuchtung für eine gute, als angenehm wahrgenommene Lichtstärke sorgen. Die liegt für die meisten Befragten bei etwa 500 Lux. Zum Vergleich: Bei Sonnenschein werden in der Natur Beleuchtungsstärken um 100.000 Lux erreicht.

Lassen Sie sich nicht blenden!

Weil wir meist am Bildschirm arbeiten, ist dessen Positionierung ein ausschlaggebendes Konzept der visuellen Ergonomie. So darf uns am Monitor nichts blenden, es darf also auch kein Sonnenlicht darauf fallen. Deshalb sind etwa Lichtschutzvorrichtungen (Vorhänge, Rollos) an den Fenstern wichtig. Auch darf es keine Reflexionen geben. Weil sich meist Glänzendes auf dem Bildschirm spiegelt, verwendet man in Büros vorwiegend matte Oberflächen.

Wohin mit dem Monitor?

Ein paar Faustregeln helfen schließlich, den Monitor nach den wichtigsten Vorgaben der visuellen Ergonomie auszurichten. So sollte der Abstand der Augen zum Bildschirm ungefähr der doppelten Bildschirmdiagonale entsprechen. Zudem sollte die Mitte des Monitors auf Schulterhöhe sein, damit sie ihren Nacken nicht allzu sehr belasten. Und schließlich noch ein Trick, den uns Augenärzte immer wieder mit auf den Weg geben: Wer am Bildschirm arbeitet, sollte dabei möglichst oft blinzeln. Damit beugt man müden, brennenden Augen vor.

Photo Credit: https://www.architonic.com/de/product/zumtobel-lighting-vaero/1027503#&gid=1&pid=1