Früher hatten wir ein Telefon, heute haben wir ein Smartphone. Früher hatten wir eine Uhr, heute haben wir eine Smartwatch. Früher hatten wir ein Büro und heute? Heute sollten wir ein möglichst smartes Büro haben. Wir sagen Ihnen, was es dafür braucht.

Gerade weil der Begriff „smart“ mittlerweile inflationär gebraucht wird, sollte man sich auf seine Ursprünge besinnen. „Smart“ heißt nichts anderes als „schlau“ und ursprünglich verdiente sich ein Objekt den Titel „smart“, wenn es sich eigenständig, also intelligent an Veränderungen anpassen konnte. In diesem Sinne ist ein Smart Office eines, das auch bei sich stetig ändernden Rahmenbedingungen sein volles Potential ausschöpft.

Multifunktionell und flexibel

Deshalb muss ein smartes Büro zuallererst flexibel sein, was bedeutet, dass man bei der Planung schon künftige Notwendigkeiten einkalkulieren und Spielräume schaffen muss. Fixe Wände etwa stehen Veränderungen nur im Weg. Und hochspezialisierte Räume werden nutzlos, wenn sich die Technologie ändert.

Ein Smart Office muss nicht nur flexibel sein, sondern – wie es der Forscher Jeremy Myerson schon vor fast zehn Jahren vorausgesehen hat – auch dem Gebot der „multifunctionality“ gehorchen, also mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen, die oft gegenläufig erscheinen. Myerson nennt vier davon:

  • Konzentration (in ruhigen, abgeschottet Räumen),
  • Kooperation (in Sitzungssälen, die einen Austausch ermöglichen),
  • Kommunikation (in Bereichen, in denen man ungestört auch vertrauliche Gespräche führen kann) und
  • Kontemplation (in informellen, die Gedanken anregenden Bereichen).

Technologie als Herzstück

Selbstverständlich bleibt ein Büro – verzeihen Sie uns den Ausdruck! – dumm, wenn man nicht alle technologischen Möglichkeiten ausschöpft (und künftige Entwicklungen schon einplant). Die Palette ist denkbar breit und reicht von Touchscreens in Sitzungssälen bis hin zu einem möglichst potenten WiFi-Netz in allen Winkeln des Büros (und auch im Freien). Darüber hinaus entwickelt sich die Domotik rasant, sodass per App gesteuerte oder automatische Regelmechanismen Licht, Raumtemperatur und vieles mehr regeln, damit diese eine höchstmögliche Produktivität erlauben.

Wohlfühlambiente schaffen

Apropos Produktivität: Am produktivsten sind gesunde, motivierte, engagierte Mitarbeiter. Damit diese gesund, motiviert und engagiert bleiben (und man zudem solche Leute anwerben kann), muss das Bürokonzept auch auf Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter abstellen. Dazu gehören eine gemeinsame Küche ebenso wie Ruheräume oder nutzbare Außenflächen, wo man abschalten, sozialisieren und Energie tanken kann.

Ein smartes Büro ist also auch ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld. Allerdings auch ein komplexes in Planung und Ausführung. Zum Glück kennen Sie ja einen Experten…

Photo Credit: https://www.steelcase.com/microsoft-steelcase/creativity/duo-studio/#duo-studio-gallery